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Dienstag, 04. August 2015

Fahrplan und FAQ für die neue Förderperiode

Bis zur Umsetzung erster LEADER-Projekte in der Region "Oberberg: 1000 Dörfer - eine Zukunft" wird es noch etwas dauern. Lesen Sie hier, woran das liegt und wie der aktuelle Zeitplan für die Region aussieht.

Seit Mai steht fest: Die Region Oberberg: 1000 Dörfer – einen Zukunft wird LEADER-Region in Nordrhein-Westfalen und kann bis zum Ende der Laufzeit der Förderperiode bis zu 3,1 Mio. € Fördermittel für die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen in der Region abrufen.

Doch wie geht es nun weiter? Warum wurden noch keine neuen Projekte auf den Weg gebracht? Wir haben die aktuell wichtigsten Informationen zum Start der neuen Förderperiode hier in einem FAQ zusammengefasst und auch optisch noch einmal aufbereitet, wie es in der Startphase des LEADER-Prozesses weitergehen wird.

Frage:

Wieso hat die LEADER-Region Oberberg trotz des LEADER-Zuschlags noch nicht damit begonnen, Projekte zu beschließen und zu beantragen?

Weil es schlicht und ergreifend derzeit noch nicht möglich ist. Es fehlen die formalen Voraussetzungen, die das Land Nordrhein-Westfalen erst noch schaffen muss. Zunächst hängt alles an der als Grundlage unverzichtbaren Richtlinie des Landes zu LEADER, die noch nicht vorliegt. Ohne diese Richtlinie ist keine Behörde im Lande in der Lage zur Abwicklung von LEADER-Belangen. Sobald die Richtlinie veröffentlicht wurde, müssen weitere formale Grundlagen geschaffen werden, die es z.B. den Bezirksregierungen als Bewilligungsbehörden für LEADER-Projektanträge möglich machen, entsprechende Anträge anzunehmen. Dazu zählen v.a. auch die offiziellen Antragsformulare, die Projektträger bei der zuständigen Bezirksregierung einzureichen haben. Auch die formalen Verknüpfungen zwischen den ebenfalls am LEADER-Programm beteiligten Landwirtschaftskammern und den Bezirksregierungen müssen noch hergestellt werden. Insgesamt ist also noch eine Menge Papier in Düsseldorf und in den Regierungsbezirken zu bewegen, bevor es losgehen kann. Die LEADER-Regionen selbst haben auf diese Entwicklungen keinen Einfluss und können nur abwarten, bis ein offizieller Startschuss erfolgt.

Frage:

Was passiert aktuell in der Region?

Im Moment laufen die Vorbereitungen für den inhaltlichen Startschuss der LEADER-Arbeit in der Region Oberberg. Hierunter fallen vor allem folgende Punkte:

Nacharbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie LES

  • Ausarbeitung einer Vereinssatzung
  • Schärfung der Projektauswahlkriterien
  • Überarbeitung und Konkretisierung der Finanzplanung

Arbeitsfähigkeit der LAG herstellen

  • Satzung abstimmen, prüfen und beschließen
  • Erweiterten Vorstand auswählen, vorschlagen und wählen
  • Mitglieder für den Verein einwerben

Arbeitsfähigkeit für das Regionalmanagement (RM) herstellen

  • Beschluss zum RM im neuen erweiterten Vorstand
  • Ausschreibungsverfahren abklären
  • Ausschreibung in Abstimmung mit der Bezirksregierung starten

Frage:

Wann ist mit den noch ausstehenden Formalitäten zu rechnen?

Bis wann die überarbeiteten Fassungen der Lokalen Entwicklungsstrategien, die formal übrigens auch von der LAG der Region beschlossen und von der zuständigen Bezirksregierung genehmigt werden müssen, abzugeben sind, ist derzeit nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass dies nicht vor Oktober 2015 der Fall sein wird.

Die LEADER-Richtlinie des Landes wird für das 4. Quartal 2015 erwartet. Möglicherweise werden benötigte Formulare für Antragsstellung von Projekten etc. gleichzeitig veröffentlicht, ggf. aber auch erst später.

Frage:

Was bedeutet das für einen realistischen Starttermin von LEADER im Oberbergischen Kreis?

Momentan muss davon ausgegangen werden, dass die Beantragung von Projekten erst Anfang 2016 erfolgen kann. Mit der Bewilligung durch die Bezirksregierung ist demnach voraussichtlich frühestens ab März/April 2016 zu rechnen – erst nach dieser Bewilligung kann die aktive Umsetzung durch die Projektträger in der Region erfolgen.

Frage:

Gibt es keine Ausnahmen, um doch bereits früher loslegen zu können?

Zumindest keine, die bisher verbindlich kommuniziert würde. Es ist allerdings davon auszugehen, dass – wie in der Vergangenheit auch üblich – die Bewilligungsbehörden in Einzelfällen die Möglichkeit haben, einen sog. „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ zu bewilligen, also den Umsetzungsstart von Projekten, bevor eine offizielle Bewilligung vorliegt. Auch dafür muss allerdings ein offizieller Projektantrag durch den Projektträger eingereicht worden sein, was wiederum das Vorhandensein entsprechender formaler Antragsdokumente erfordert (s.o.). Damit dürfte auch ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn nicht vor ca. Februar 2016 möglich sein.

Frage:

Bedeutet das, dass die Laufzeit von LEADER dadurch kürzer ist als erwartet, also nicht sieben Jahre, sondern lediglich fünf Jahre?

Nein. Wie bereits in der letzten Förderperiode, in der die aktive Arbeit in den LEADER-Regionen nicht direkt im Jahr 2007 startete, war auch in dieser Förderperiode von Beginn an klar, dass die Projektumsetzung nicht in 2014 starten würde, ein verzögerter Start also zu erwarten war. Außerdem wird auch diese Förderperiode – wie bereits die letzte auch – eine Verlängerung erhalten, in der Projekte zwar nicht mehr neu beantragt, aber in Ruhe zu Ende geführt werden können. Momentan wird von offizieller Seite eine Verlängerung von knapp drei Jahren, also bis 2023 kommuniziert (sog. „n+3“-Regelung). In der letzten Förderperiode betrug der Zuschlag zwei Jahre.

Frage:

Was können wir als Region denn nun tun, um die Wartezeit auf LEADER zu überbrücken?

Ein öffentlichkeitswirksamer regionaler Auftakt zu LEADER in der Region Oberberg sollte erst dann erfolgen, wenn alle formalen Rahmenbedingungen geklärt sind und Interessierte auch tatsächlich mit der Umsetzung von Projekten beginnen können.

Bis dahin ist die Region bemüht, das Thema LEADER möglichst anschaulich in die Öffentlichkeit zu tragen und Fortschritte/neue Erkenntnisse in Sachen LEADER entsprechend zu kommunizieren.

Projektträger, die bereits Ideen für die Lokale Entwicklungsstrategie beigetragen haben oder derzeit mit weiteren Projektideen in den Startlöchern stehen, sollten ab sofort mit der Region in Kontakt treten und trotz aller nicht vorhersehbarer Verzögerungen an der weiteren Ausarbeitung und Vorbereitung ihrer Projekte arbeiten. Dazu stehen der Verein sowie das noch zu besetzende Regionalmanagement gerne unterstützend zur Verfügung. Vor allem die Projektdetails mit den aufgeschlüsselten Kostenpositionen und der Finanzierung, die für eine Vorstellung der Projekte in der LAG nötig sind, können bereits jetzt vorbereitet werden.

Frage:

Bekommt die Region aufgrund des verspäteten Starts trotzdem in jedem Falle 3,1 Mio. € an Fördermitteln?

Theoretisch ja, aber nicht pauschal. Die genannte Zahl ist die mögliche Maximalfördersumme, die bereitgestellt wird, sofern eine Kofinanzierung in ausreichender Höhe aus der Region erfolgt. Der Fördersatz bei LEADER beträgt für die kommende Förderperiode bis zu 65 %, aus der Region müssen also rund 35 % kofinanziert werden. Fällt die Kofinanzierung aller Maßnahmen in der Summe geringer aus, können auch nicht die Fördermittel in der Maximalhöhe ausgezahlt werden.


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