Nach intensiver Recherche des Arbeitskreises für Regionalgeschichte und der jahrelanger Suche nach Finanzierern konnte das Bronzerelief der Ortsansicht Lindlar um das Jahr 1900 auf dem Marktplatz enthüllt werden.
Nach jahrelangen Bestrebungen ist das Aufstellen eines Bronzereliefs der historischen Ortsansicht endlich geglückt. Das Relief wurde auf einem Grauwackesockel auf dem Marktplatz von Lindlar montiert und am letzten Wochenende vor viel Publikum feierlich enthüllt.
Das Ortsrelief stellt die plastische Ansicht des historischen Ortes da, über einen QR-Code und in Blindenschrift sind genaue Informationen zu den Gebäuden abruf- bzw. lesbar.
So wird die Ortsentwicklung von Lindlar für die Bürger, Gäste und Touristen jeden Alters anschaulich dargestellt. Auch für Kinder und Jugendliche wird so Heimatgeschichte „begreifbar“. Zukünftig wird das Relief auch als Startpunkt für die touristischen Ortsführungen dienen.
Da die Bezeichnungen der Objekte auch in Blindenschrift dargestellt werden, ist das Relief auch für Sehbehinderte und Blinde ein Erlebnis.
Die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises Regionalgeschichte (im Förderverein des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e.V.) haben die Feinheiten für das Relief, wie die Lage älterer Gebäude sowie die Bauhöhen der Objekte in monatelanger Arbeit recherchiert.
Zu den wichtigsten Gebäuden wurden Texte mit Fotos ausgearbeitet, die zusätzlich digital abgerufen werden können. Zum Beispiel das alte Krankenhaus, das Amtsgericht, damalige Schulen, die Kirche und die alten Straßenverläufe, sowie viele weitere Details auch zu bedeutenden Gebäuden außerhalb des Ortskern werden beschrieben und dargestellt.
Die Recherchearbeiten liefen in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lindlar, die Einblicke in das Gemeindearchiv gewährte. Es wurde ebenso auf alten Katasterplänen des Oberbergischen Kreises zurückgegriffen.
Sven Engelmann, Bürgermeister der Gemeinde Lindlar enthüllte das Relief feierlich zusammen mit Manuel Peters, stellvertretendem Vorsitzenden des Fördervereins Freilichtmuseum Lindlar e.V., mit Andreas Deichsel, Sprecher des Arbeitskreises für Regionalgeschichte und dem Projektinitiator Winfried Panske.
Das Projekt kostete insgesamt über 50.000 Euro. Es konnte über die LEADER-Förderung in Höhe von 21.500 €, Zuwendungen der NRW-Stiftung von 10.000 Euro, Unterstützung der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln und der Volksbank Berg in Höhe von 2.000 und 3.000 Euro und viel Unterstützung aus der Bürgerschaft realisiert werden.
So wurde der Grauwackesockel von der Firma BGS gestiftet, ebenso unterstützten die lokalen Vereine „Wie für Lindlar“ und die „Laberköppe“ bei der Gestaltung des Umfeldes und übernehmen die Pflege der Anlage.